Fassaden- & Dämmsysteme
Die Gebäudehülle von Dach bis Sockel — Dämmstoffe, WDVS, vorgehängte hinterlüftete Fassaden, Dach- und Wandaufbauten, Putze, Armierungsgewebe und Fassadenbekleidungen.
Mehr lesenBRANCHEN UND ANWENDUNGEN
Wir arbeiten dort, wo Individualisierungen, Schichtaufbauten oder Varianten eine saubere Modellierung erfordern, von der LCA und EPD über den PCF und DPP bis zur Reduktionsstrategie.
WO WIR UNS AUSKENNEN
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Die Gebäudehülle von Dach bis Sockel — Dämmstoffe, WDVS, vorgehängte hinterlüftete Fassaden, Dach- und Wandaufbauten, Putze, Armierungsgewebe und Fassadenbekleidungen.
Mehr lesenMaterialien und Systeme für den vorbeugenden Brandschutz — Brandschutzbeschichtungen und -platten, Kabel- und Rohrabschottungen, Branddichtmassen, technische Textilien für den Brandschutz und feuerwiderstandsfähige Bauteile.
Mehr lesenChemische Bauprodukte für Abdichtung, Verbindung und Schutz — Bitumen- und Kunststoffabdichtungen, Dachbahnen, Klebstoffe und Fugendichtstoffe, Reaktionsharze, Mörtel, Anstriche und Beschichtungen.
Mehr lesenInnenausbau-Systeme für Boden und Decke — Bodenbeläge aller Art, Holzwerkstoffe, Akustikdecken, Trockenbau-Plattenwerkstoffe, Estriche und Trittschalldämmungen.
Mehr lesenDie technische Ausrüstung des Gebäudes — Wärmeerzeuger, Lüftungs- und Klimageräte, Sanitär und Pumpen, Beleuchtung, Photovoltaik und Energiespeicher.
Mehr lesenWo Bauteile Funktionen übernehmen — Türen, Tore, Fenster und Dachfenster, Glas-Bauelemente, Sonnen- und Wetterschutz, Architekturmembranen, Trennwände und Akustik-Bauelemente.
Mehr lesenBRANCHE 01
Fassaden- und Dämmsysteme umfassen eine sehr breite Material- und Aufbauwelt: WDVS und vorgehängte hinterlüftete Fassaden, Innendämmung und Perimeterdämmung sowie Flach- und Steildachaufbauten. Je nach System kommen mineralische Dämmstoffe wie Mineralfaser oder Schaumglas, organische Dämmstoffe wie EPS, XPS, PUR/PIR oder biogene Dämmstoffe wie Holzfaser, Hanf, Zellulose und Kork zum Einsatz.
Dazu kommen sehr unterschiedliche Bekleidungen, von Klinkerriemchen und Faserzement über Metallpaneele und HPL bis zu mineralisch beschichteten Trägerplatten. Ergänzt werden die Aufbauten durch Putze, Armierungsgewebe, Befestiger und Unterspannbahnen. Dadurch wird die Variantenmatrix schnell groß. Familien- oder Durchschnitts-EPDs funktionieren hier nur dann sauber, wenn die Hintergrunddatensätze tatsächlich vergleichbar bleiben.
TYPISCHE ECOVERITY-BEITRÄGE
WEITERFÜHREND Lebenszyklusanalyse (LCA) → CO₂-Reduktion & Materialsubstitution →
BRANCHE 02
Brandschutzprodukte und brandschutzbezogene technische Textilien sind stark durch Normen, Zulassungen und Prüfanforderungen geprägt. Dazu gehören passive Brandschutzbeschichtungen, Brandschutzplatten auf Calcium-Silikat-, Vermiculit- oder Spezialgips-Basis, Abschottungen für Kabel- und Rohrdurchführungen, Schotts und Manschetten, Branddichtungs- und Spachtelmassen, Brandschutzkleber, intumeszierende Streifen für Türen und Fugen, Brandschutzschäume sowie Stahlbeschichtungen für definierte Feuerwiderstandsklassen wie R30, R60 oder R90.
Hinzu kommen Brandschutz-Textilien als eigene Aufbauklasse: Glasgewebe, beschichtete Aramid- und Carbon-Membranen, intumeszierende Kissen, textile Abschottungen und Schweißschutz-Lagen, die Brandübertragungswege über mehrere Schichten kontrolliert verzögern. Der Verifizierungs- und Zulassungsweg, etwa ETA oder EN 13501, läuft parallel zur EPD-Erstellung und muss mit der LCA-Modellierung zusammengedacht werden. Andere technische Textilien, etwa Putz- und Armierungsgewebe oder fassadenintegrierte Membranen ohne Brandschutzfunktion, ordnen wir methodisch der Branche „Fassaden- & Dämmsysteme" zu.
TYPISCHE ECOVERITY-BEITRÄGE
WEITERFÜHREND Lebenszyklusanalyse (LCA) → Umweltproduktdeklaration (EPD) →
BRANCHE 03
Bauchemie und Abdichtungen umfassen eng verzahnte Produktsortimente: bitumenbasierte und kunststoffbasierte Dachabdichtungen, etwa PVC, EPDM, FPO oder TPO, Flüssigkunststoffe wie PUR, PMMA oder Polyurea, kunststoffmodifizierte mineralische Abdichtungen, mineralische Dichtungsschlämmen, Fugen- und Klebstoffe, Reaktionsharze, Fliesen-, Verlegungs- und Reaktionsharzkleber, Putze, Spachtel- und Vergussmassen, Estrichbindemittel, Imprägnierungen, Hydrophobierungen, Betonzusatzmittel sowie Anstriche, Lacke und Holzschutz.
Die LCA-Modellierung muss dabei reaktive und nicht-reaktive Bestandteile sauber trennen. Gleichzeitig unterscheidet sich die Nutzungsphase je nach Produktklasse deutlich: Aushärtung, Reinigung, Wartungsintervalle oder Erneuerungszyklen können die Modellierung prägen und müssen nachvollziehbar abgebildet werden.
TYPISCHE ECOVERITY-BEITRÄGE
WEITERFÜHREND Lebenszyklusanalyse (LCA) → Umweltproduktdeklaration (EPD) →
BRANCHE 04
Boden- und Deckensysteme bestehen häufig aus mehreren Komponenten und Schichten. Trockenbau-Plattenwerkstoffe wie Gipskarton, Gipsfaser, Calcium-Silikat-Brandschutzplatten und Akustik-Funktionsplatten werden mit Tragprofilen, Befestigern, Fugenpapier, Spachtelmassen und Beplankungen zu vollständigen Wand-, Decken- und Bodensystemen kombiniert.
Auch die Materialbasis bringt eigene Fragen mit: Bei Gips spielt die Datenbasis für Recyclat- und REA-Gips-Anteile eine wichtige Rolle. Abgehängte Akustikdecken können Mineralfaser-, Holzwerkstoff- oder Polyester-Deckenelemente enthalten. Hohl- und Doppelböden ergänzen das Sortiment zusätzlich. Viele Hersteller benötigen die LCA-Datenbasis nicht nur für EPDs, sondern auch für CSRD-E1-Datenpunkte im laufenden Reporting.
TYPISCHE ECOVERITY-BEITRÄGE
WEITERFÜHREND Lebenszyklusanalyse (LCA) → Digitaler Produktpass (DPP) →
BRANCHE 05
Gebäudetechnik umfasst haustechnische Mehrkomponenten-Systeme wie Wärmepumpen, Lüftungs- und Klimasysteme, Pumpen und hydraulische Komponenten, Sanitär-Vorwandinstallation, Armaturen und Wasserbehandlungstechnik sowie elektrotechnische Bauelemente wie Verteiler, Schaltgeräte, Kabeltrassen und Niederspannungsverteilungen.
Die LCA-Komplexität entsteht vor allem durch die hohe Zahl an Komponenten je Gerät, die lange Nutzungsphase und die regulatorischen Anforderungen. Bei Wärmepumpen beispielsweise spielen Energieverbrauch über 15 bis 25 Jahre, fluorierte Kältemittel mit eigener Klimawirkung sowie sich schnell verändernde EU-Ökodesign- und F-Gas-Regulierungen eine zentrale Rolle. Der Wärmepumpenmarkt wächst stark: EPDs werden in Ausschreibungen, BAFA-/KfW-Förderprogrammen und kommenden EU-Anforderungen zunehmend relevant.
TYPISCHE ECOVERITY-BEITRÄGE
WEITERFÜHREND Lebenszyklusanalyse (LCA) → Umweltproduktdeklaration (EPD) →
BRANCHE 06
Funktionale Bauelemente sind fertig montierbare Komponenten mit klar definierter bauphysikalischer Funktion. Dazu gehören Türen, Tore, Fenster, Glasbauelemente, Sonnen- und Wetterschutzsysteme, Lichtkuppeln und Lichtbänder, Trennwand-Module, Akustik-Bauelemente, Sanitär-Vorwandinstallationen, Treppen- und Brüstungselemente sowie Fertigteil-Wand- und Deckenmodule.
Die Komplexität entsteht durch die Mehrkomponenten-Bauweise: Profil, Glas, Dichtung, Beschlag und Beschichtung müssen gemeinsam betrachtet werden. Zusätzlich spielt die lange Nutzungsphase eine wichtige Rolle, etwa durch Wartung, Reinigung, Austauschzyklen und Lebensdauerannahmen.
TYPISCHE ECOVERITY-BEITRÄGE
WEITERFÜHREND Lebenszyklusanalyse (LCA) → Umweltproduktdeklaration (EPD) →
ANWENDUNGSBEISPIELE
Wir stellen 3 Fallstudien vor, um Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit zu geben.
FALLSTUDIE 01
AUSGANGSLAGE
Der Hersteller produziert passive Brandschutzaufbauten in drei Wandstärken. Die Reaktionschemie ist identisch, die Schichtdicken unterscheiden sich. Eine Zulassungsdokumentation liegt bereits vor, eine veröffentlichte EPD bisher nicht. Gleichzeitig fragen Kunden die EPD mit hoher Dringlichkeit an.
WIE WIR VORGEHEN
Wir starteten mit einem Familien-Audit und prüften, ob die drei Varianten methodisch in einer Durchschnitts-EPD nach EN 15804+A2 zusammengefasst werden können. Danach modellierten wir den Aufbau schichtweise über eine konsistente deklarierte Einheit, dokumentierten die methodische Begründung und erstellten eine prüffähige Hintergrunddokumentation. Die Verifizierung über den IBU begleiteten wir inklusive der Beantwortung von Rückfragen des Verifizierers.
WAS AM ENDE VORLIEGT
Eine veröffentlichte Durchschnitts-EPD, ein ÖKOBAUDAT-konformer ILCD+EPD-Datensatz und eine Hintergrunddokumentation. Ein Pflegekonzept für die 5-jährige Gültigkeit ist Teil des Übergabepakets.
FALLSTUDIE 02
AUSGANGSLAGE
Der Hersteller ist ein mittelständischer Bauproduktehersteller mit rund 30 Produktvarianten und unterliegt der CSRD-Berichtspflicht. Für einen Teil des Sortiments gibt es bereits eine LCA-Datenbasis, diese ist jedoch nicht durchgängig methodisch konsistent. Das Reporting-Team benötigt belastbare Datenpunkte für die CSRD, ohne dafür ein vollständiges LCA-Werk von Grund auf neu aufzubauen.
WIE WIR VORGEHEN
Wir priorisierten die wichtigsten 15 Produkte nach Umsatz- und Material-Hotspots. Bestehende LCAs wurden methodisch geprüft und dort gezielt aktualisiert, wo die Datenbasis nicht trägt. Anschließend berechneten wir den PCF pro Produkt und bereiteten die Ergebnisse anschlussfähig an die CSRD-Datenpunkte auf. Für größere Datenlücken erstellen wir ein Lieferanten-Engagement-Konzept.
WAS AM ENDE VORLIEGT
Konsistente PCF-Datensätze für die priorisierten Produkte, eine dokumentierte Methodik-Brücke zu den ESRS-E1-Datenpunkten und ein Engagement-Plan für Scope-3-Lieferantendaten. Die Datenbasis bleibt für spätere EPD-Erstellungen wiederverwendbar.
FALLSTUDIE 03
AUSGANGSLAGE
Der Hersteller entwickelt Akustik-Funktionsplatten im Trockenbau-Sortiment und prüft eine biogene Variante seines Mineralfaser-Sortiments. Erste Hanffaser-Prototypen liegen vor. Das F&E-Team braucht jedoch eine belastbare Vergleichsbasis: Welche Umweltwirkung hat die Substitution wirklich und wie entwickeln sich Verfügbarkeit und Preis mittelfristig?
WIE WIR VORGEHEN
Wir verglichen beide Varianten über eine LCA mit identischer deklarierter Einheit und gleichem Funktionsniveau. Zusätzlich erstellten wir eine Trade-off-Matrix für CO₂-Wirkung, weitere Wirkungskategorien, Performance-Indikatoren sowie Annahmen zu Verfügbarkeit und Preis. Daraus leiteten wir ein Pilotkonzept für eine begrenzte Markteinführung ab.
WAS AM ENDE VORLIEGT
Ein Empfehlungsbericht mit dokumentierter Trade-off-Matrix, der dem F&E-Team eine belastbare Entscheidungsgrundlage liefert. Die Annahmen sind klar gekennzeichnet und können später durch Praxisdaten validiert werden. Optional kann der Bericht als Eingangsdokument für eine spätere EPD der biogenen Variante genutzt werden.
KEIN TREFFER
Die methodische Tiefe, mit der wir Mehrkomponenten-Produkte modellieren, ist auf andere Bauprodukt-Domänen übertragbar. Wenn Ihr Produkt einen vergleichbaren, individuellen Charakter hat sprechen Sie uns an.
In einem persönlichen Gespräch lernen wir Sie und Ihre Ausgangslage kennen. Anschließend ermitteln wir, ob ecoverity der richtige Partner für Ihr Produkt ist.