KERNLEISTUNG DIGITALER PRODUKTPASS

Der digitale Produktpass strukturiert LCA- und Lieferketten-Daten

Wir bauen DPP-Datenmodelle für Bauprodukte auf, die EPD-Lebenszyklus-KPIs, ERP-Stammdaten und Lieferketten-Informationen in einem konsistenten Schema bündeln. Eine Implementierung ist mit dem Greifen der EU-CPR und ESPR ab 2027 möglich.

EU CPR · EU ESPR · EN 15804+A2-konsistent

Was der Digitale Produktpass ist und warum sich bereits jetzt um eine Erstellung gekümmert werden muss

Ein Bauprodukt besteht nicht nur aus Material. Es besteht auch aus Informationen: Welche Rohstoffe wurden eingesetzt? Welche Umweltkennwerte liegen vor? Wie kann das Produkt später getrennt, wiederverwendet oder recycelt werden? Welche Nachweise gibt es bereits? Und welche Daten braucht ein Kunde, Planer oder öffentlicher Auftraggeber, um das Produkt überhaupt noch bewerten zu können?

Genau hier setzt der Digitale Produktpass, kurz DPP, an. Er ist eine strukturierte digitale Datensammlung zu einem Produkt. Man kann ihn sich wie einen digitalen Produktausweis vorstellen: Alle relevanten Informationen werden an einem Ort gebündelt, klar geordnet und so bereitgestellt, dass sie nicht nur von Menschen gelesen, sondern auch von Software-Systemen verarbeitet werden können.

Dazu gehören zum Beispiel Informationen zur Materialzusammensetzung, Umweltkennzahlen aus LCA oder EPD, Angaben zu Recycling und Rückbau, technische Produktdaten, Zertifikate sowie ausgewählte Lieferketteninformationen. Der DPP macht diese Daten nicht automatisch besser, aber er sorgt dafür, dass sie auffindbar, vergleichbar und anschlussfähig werden.

Für Bauprodukte wird der Digitale Produktpass durch neue europäische Vorgaben immer relevanter. Besonders wichtig sind dabei die EU-Bauprodukteverordnung und die Ökodesign-Verordnung. Beide zielen darauf ab, Produktinformationen transparenter und digital nutzbar zu machen. Ab 2027 wird die Einführung schrittweise konkreter. Gleichzeitig fragen viele Generalplaner, öffentliche Bauherren, große Verarbeiter und CSRD-pflichtige Kunden schon heute detailliertere Produktdaten an.

Der Druck entsteht dabei oft nicht direkt durch eine Behörde, sondern entlang der Lieferkette. Ein großer Bauherr benötigt Daten für ein Projekt. Der Generalplaner fragt beim Hersteller an. Der Hersteller fragt bei seinen Zulieferern nach. So wandern die Anforderungen Stück für Stück nach unten, bis auch kleinere und mittelständische Hersteller liefern müssen.

Wer den Digitalen Produktpass erst dann aufsetzt, wenn er verpflichtend wird, arbeitet unter Zeitdruck und wird mit erheblichen Kosten konfrontiert werden. Es müssen Datenquellen gesucht, Zuständigkeiten geklärt, ERP-Systeme angebunden, fehlende Umweltkennwerte ergänzt und Produktdaten strukturiert werden. Alles gleichzeitig. Wer früher mit der Vorbereitung beginnt, kann diesen Prozess kontrolliert aufbauen.

Deshalb betrachten wir den DPP nicht als isoliertes IT-Projekt. Ein sinnvoller Digitaler Produktpass beginnt mit der Frage: Welche Daten sind bereits vorhanden und welche müssen erst belastbar aufgebaut werden? Häufig liegen wichtige Informationen schon vor: in EPDs, LCAs, technischen Datenblättern, ERP-Systemen, Stücklisten, Rezepturen oder Lieferantendokumenten. Entscheidend ist, diese Daten sauber zuzuordnen, zu strukturieren und nicht doppelt zu pflegen.

Genau dort setzt ecoverity an. Wir mappen vorhandene EPD-Datenpunkte, LCA-Ergebnisse und ERP-Stammdaten auf eine DPP-Struktur. In einem DPP-Projekt zeigen wir konkret, welche Daten bereits nutzbar sind, welche fehlen, welche Schnittstellen notwendig werden und wie ein Digitaler Produktpass für Ihre Produktwelt aussieht.

So wird aus einer kommenden Pflicht kein hektisches Datenprojekt, sondern ein geordneter Einstieg in digitale, prüffähige und wiederverwendbare Produktinformationen. Wir schaffen Klarheit, bevor die Anforderungen verpflichtend werden und legen gemeinsam die Grundlage spätere DPPs effizienter, konsistenter und mit weniger Aufwand umzusetzen.

Ihr DPP-Projekt in 5 Schritten

Der Weg zum integrierten digitalen Produktpass

  1. Daten-Audit

    Wir prüfen, welche DPP-relevanten Informationen bereits vorhanden sind und wo sie liegen: ERP, PIM, technische Datenblätter, EPDs, LCAs, Lieferantendaten oder interne Produktdatenbanken. Dabei bewerten wir, welche Daten direkt nutzbar sind und welche ergänzt werden müssen.

    ca. 1-2 Tage

  2. Mapping

    Wir ordnen die künftigen DPP-Pflichtfelder Ihren bestehenden Datenquellen zu. Dabei entsteht die Brücke zwischen Nachhaltigkeitsdaten, Produktstammdaten und technischen Informationen. Ziel ist, vorhandene Daten nicht doppelt zu pflegen, sondern sauber zu verknüpfen.

    ca. 1-2 Tage

  3. Datenmodell-Aufbau

    Wir entwickeln ein erstes DPP-Datenmodell für Ihr Produkt. Darin wird festgelegt, welche Informationen der Produktpass enthalten soll, welche Felder Pflicht, optional oder später nachrüstbar sind und wie die Daten technisch strukturiert werden können. Das Modell bleibt anschlussfähig an Formate wie JSON oder XML sowie an kommende EU-Anforderungen.

    ca. 1 Woche

  4. Implementierung

    Wir setzen den DPP-Prozess am ausgewählten Produkt um. Dafür befüllen wir das Datenmodell mit Produktdaten, prüfen die Nutzbarkeit im Alltag und zeigen, wie der Produktpass später für Kunden, Planer oder interne Teams bereitgestellt werden kann, zum Beispiel über QR-Code oder Systemexport.

    ca. 1-2 Wochen

  5. ERP-Anbindung & Datenpflege

    Wir definieren, wie der DPP dauerhaft gepflegt werden kann. Dazu prüfen wir, welche Daten aus ERP- oder PIM-Systemen automatisch übernommen werden können, welche Informationen manuell ergänzt werden müssen und wie Updates bei Produktänderungen ablaufen.

    fortlaufend

  1. 01

    Daten-Audit

    Wir prüfen, welche DPP-relevanten Informationen bereits vorhanden sind und wo sie liegen: ERP, PIM, technische Datenblätter, EPDs, LCAs, Lieferantendaten oder interne Produktdatenbanken. Dabei bewerten wir, welche Daten direkt nutzbar sind und welche ergänzt werden müssen.

    Dauer

    ca. 1-2 Tage

    Ergebnis

    Datenübersicht, Datenquellen, Prioritätenliste für fehlende Daten

  2. 02

    Mapping

    Wir ordnen die künftigen DPP-Pflichtfelder Ihren bestehenden Datenquellen zu. Dabei entsteht die Brücke zwischen Nachhaltigkeitsdaten, Produktstammdaten und technischen Informationen. Ziel ist, vorhandene Daten nicht doppelt zu pflegen, sondern sauber zu verknüpfen.

    Dauer

    ca. 1-2 Tage

    Ergebnis

    Mapping-Tabelle, Feldlogik, Datenquellen-Zuordnung

  3. 03

    Datenmodell-Aufbau

    Wir entwickeln ein erstes DPP-Datenmodell für Ihr Produkt. Darin wird festgelegt, welche Informationen der Produktpass enthalten soll, welche Felder Pflicht, optional oder später nachrüstbar sind und wie die Daten technisch strukturiert werden können. Das Modell bleibt anschlussfähig an Formate wie JSON oder XML sowie an kommende EU-Anforderungen.

    Dauer

    ca. 1 Woche

    Ergebnis

    DPP-Schema-Draft, Datenstruktur, Felddefinitionen

  4. 04

    Implementierung

    Wir setzen den DPP-Prozess am ausgewählten Produkt um. Dafür befüllen wir das Datenmodell mit Produktdaten, prüfen die Nutzbarkeit im Alltag und zeigen, wie der Produktpass später für Kunden, Planer oder interne Teams bereitgestellt werden kann, zum Beispiel über QR-Code oder Systemexport.

    Dauer

    ca. 1-2 Wochen

    Ergebnis

    Digitaler Produktpass, QR-Code- und Zugriffskonzept

  5. 05

    ERP-Anbindung & Datenpflege

    Wir definieren, wie der DPP dauerhaft gepflegt werden kann. Dazu prüfen wir, welche Daten aus ERP- oder PIM-Systemen automatisch übernommen werden können, welche Informationen manuell ergänzt werden müssen und wie Updates bei Produktänderungen ablaufen.

    Dauer

    fortlaufend

    Ergebnis

    DPP-Pipeline, Update-Prozess, Schnittstellenkonzept

Was Sie konkret bekommen

ecoverity's Leistungsversprechen

Was der DPP ermöglicht

Leistungen, die auf dem DPP aufbauen

Ein strukturierter DPP bündelt LCA- und EPD-Daten, anschlussfähig an eine fundierte CO₂-Reduktionsstrategie.

  1. STUFE 01

    Methodik

  2. STUFE 02

    Dokumentation

  3. STUFE 03

    Strategie

Häufige Fragen zu DPP

Ab wann wird der DPP für Bauprodukte relevant?
Der Digitale Produktpass wird durch die neue EU-Bauprodukteverordnung zunehmend relevant. Eine pauschale Pflicht für alle Bauprodukte ab einem festen Datum gibt es noch nicht. Entscheidend ist, wann für die jeweilige Produktgruppe die passenden technischen Regeln, Datenanforderungen und Umsetzungsakte vorliegen. Klar ist: Der DPP wird für Bauprodukte schrittweise eingeführt und wird künftig Produktinformationen digital, strukturiert und maschinenlesbar bereitstellen. Für Hersteller lohnt sich eine frühzeitige Umsetzung, um hohe Kosten und lange Wartezeiten zu vermeiden.
Können wir den DPP pilotieren, bevor die Implementing Acts final sind?
Ja, genau das ist sinnvoll. Auch wenn noch nicht jedes Pflichtfeld final feststeht, sind die Grundbausteine bereits absehbar: Produktstammdaten, Materialinformationen, Umweltkennzahlen, Recyclinghinweise, technische Nachweise und Lieferketteninformationen. Ein DPP-Projekt schafft deshalb heute schon Klarheit: Welche Daten liegen bereits vor? Welche fehlen? Welche Informationen kommen aus ERP, PIM, EPD oder LCA? Und wie müsste ein Datenmodell aussehen, das später an die finalen Vorgaben angepasst werden kann?
Was ist die Schnittstelle zwischen unserer EPD und dem DPP?
Eine EPD liefert bereits viele Umweltinformationen, die für den DPP relevant werden, zum Beispiel Lebenszykluskennzahlen, Umweltwirkungen, Materialinformationen und Angaben zu den betrachteten Lebenszyklusphasen. Der DPP ersetzt die EPD nicht. Er macht bestimmte Informationen daraus digital nutzbar. Unser Mapping ordnet vorhandene EPD-Datenpunkte dem DPP-Datenmodell zu, damit Umweltinformationen nicht doppelt gepflegt werden müssen.
Wie groß ist der Aufwand auf ERP- oder PIM-Seite?
Das hängt davon ab, wie sauber Ihre Produktstammdaten heute gepflegt sind. In vielen Fällen reicht für einen Pilot zunächst eine schlanke Datenstruktur mit ausgewählten Feldern aus ERP, PIM, technischen Datenblättern und vorhandenen EPD- oder LCA-Daten. Aufwendiger wird es, wenn Materialzusammensetzungen, Varianten, Lieferantendaten oder Recyclinginformationen noch nicht systematisch geführt werden. Genau das klären wir gemeinsam im Daten-Audit: Welche Daten sind vorhanden, welche fehlen und welche Schnittstelle ist für einen späteren Roll-out realistisch?
Was passiert mit vertraulichen Lieferketten- und Rezepturdaten?
Nicht alle Informationen im DPP sind öffentlich. Der Digitale Produktpass kann mit unterschiedlichen Sichtbarkeitsstufen gedacht werden: öffentliche Daten für Kunden und Planer, zugriffsbeschränkte Daten für Prüfstellen oder Behörden und interne Daten, die nur beim Hersteller bleiben. Wir modellieren deshalb von Anfang an getrennte Datenebenen. Ziel ist, regulatorisch relevante Informationen bereitzustellen, ohne sensible Rezepturen und Lieferantenbeziehungen offenzulegen.
Was unterscheidet einen DPP-Pilot mit ecoverity von einer reinen IT-Lösung?
Wir betrachten den DPP nicht nur als Software- oder QR-Code-Projekt. Der eigentliche Aufwand liegt davor: Produktdaten müssen gefunden, geprüft, strukturiert und fachlich richtig zugeordnet werden. ecoverity verbindet Nachhaltigkeitsmethodik mit Datenstrukturierung. Wir mappen EPD-, LCA- und Produktstammdaten auf ein DPP-fähiges Datenmodell und prüfen, welche Informationen später automatisiert aus ERP oder PIM übernommen werden können. So entsteht kein isolierter Datencontainer, sondern eine anschlussfähige Datenlogik für spätere Produkte.
Müssen wir für den DPP schon alle Daten vollständig haben?
Nein. Ein DPP-Projekt mit ecoverity ist gerade dafür da, Datenlücken sichtbar zu machen. Häufig liegen viele Informationen bereits verteilt vor, in ERP-Systemen, technischen Datenblättern, EPDs, LCAs, Lieferantendokumenten oder internen Produktlisten. Wir bringen diese Quellen in eine gemeinsame Struktur und zeigen, welche Daten sofort nutzbar sind, welche ergänzt werden müssen und welche Informationen erst relevant werden, wenn die finalen DPP-Anforderungen für Ihre Produktgruppe vorliegen.

Handeln Sie, bevor der DPP Pflicht und die Erstellung teuer wird.

In einem gemeinsamen Gespräch prüfen wir, welche Produktdaten bereits vorliegen, wo Lücken bestehen und welcher Projektumfang realistisch ist.